28 Oktober, 2017

SELBST.Verantwortung in der Beziehung - IFS und Paartherapie / Coaching




  • Stehen Sie an einem Scheidepunkt in Ihrer Beziehung? 
  • Sie verstehen sich eigentlich gut in Ihrer Partnerschaft, aber es gibt immer wieder Reizthemen, bei denen Sie sich gegenseitig verletzen?
  • Sie sind der Meinung, Ihr Partner sollte endlich mal an sich arbeiten?
  • Ihr Partner ist zuständig für Ihr Wohlbefinden und sollte mehr Rücksicht auf Sie nehmen?
  • Ein Wort, ein Gesichtsausdruck Ihres Partners aktiviert Ihren Autopilot und Sie fühlen sich klein oder verletzlich?
  • Sie möchten herausfinden, ob Ihre Beziehung noch zu retten ist?
  • Sie waren schon in der Paartherapie und kommunizieren Ihre Bedürfnisse korrekt, aber auf einer tieferen Ebene hat sich doch nichts geändert zwischen Ihnen?

Wagen Sie einen gemeinsamen Versuch und lernen Sie sich selbst. (als Einzelperson und/oder als Paar) wirklich kennen.
Wir, Michaela und Andreas Hauser, begleiten Sie dabei als selbst.entwicklungs.coaches. Seit über 15 Jahren sind wir ein Paar und haben viele Themen sowie Höhen und Tiefen gemeinsam durchgestanden. Hätten wir in unseren Anfangsjahren schon IFS - die Arbeit mit dem inneren Familiensystem - gekannt, hätten wir uns manche Schwierigkeit ersparen können. Aber eines war uns immer klar: Wir haben unseren Partner, um an ihm und mit ihm zu wachsen.

Aus unserer persönlichen Erfahrung und auf Basis unserer Arbeit mit IFS  und der Schattenarbeit bieten wir unseren Klienten Paararbeit / Paartherapie an.

Wir arbeiten nicht mit den herkömmlichen schulpsychologischen Methoden. Unsere Unterstützung ist praktisch und orientiert sich an den täglichen (Reiz-)Themen in Ihrer Beziehung. 

Sehen Sie selbst, ob Sie das Folgende anspricht:



  • Mein Partner ist nicht dafür zuständig, dass es mir und meinen Teilen gut geht. Das bin nur ich selbst.
  • Wenn ich meine Teile kenne und heile, habe ich mehr Mitgefühl für die Teile meines Partners. 
  • Wenn mein Partner (noch) nicht an seiner Persönlichkeitsentwicklung arbeiten will ist das o.k. Es reicht, wenn ich durch meine Arbeit mit mir selbst weniger verletzlich bin.
  • Mein Partner ist mein Spiegel. Als solcher zeigt er mir, was ich über mich selbst lernen kann. 
  • Beziehung ist Arbeit an meinen eigenen Schattenthemen, die durch Liebe leichter wird.
  • Es ist keine Liebe, wenn ich mit meinem Partner zusammen sein muss, weil er mich versorgt oder mir hilft. Abhängigkeit ist das Ende der Liebe.
  • Ich entscheide mich für meine Beziehung jeden Tag aufs Neue. Mein Partner ist frei, das ebenso zu tun. 
  • Jede Beziehung ist einzigartig und gestaltbar.
  • Es gibt keine Tabus in der Beziehung. Alles, wozu beide einwilligen, ist erlaubt.
  • Liebe lässt frei.

Wenn Sie manche dieser Aussagen neugierig machen, kommen Sie allein oder gemeinsam zum kostenlosen Kennenlern-Gespräch ins selbst.werk.


Melden Sie sich hier auf unserem Kontaktformular an



Wir freuen uns auf Sie!


selbst.werk
Michaela & Andreas Hauser
die selbst.entwicklungs.coaches


Kolbestr. 3, 04229 Leipzig

www.selbstwerk.eu

10 April, 2017

Hochsensibilität und selbst.führung mit IFS



Wenn Sie hochsensibel sind - und das nehme ich an, wenn Sie auf diese Seite gelangt sind - dann kennen Sie vielleicht diese oder eine ähnliche Szene:

Sie sind eingeladen zu einer größeren Runde, Party oder einem Vortrag, den Sie halten sollen. "Gerne!" sagt ein vorwitziger, neugieriger Teil in Ihnen. Ein anderer Teil reagiert erschreckt: "Wie soll ich das überstehen? So laut, so viele Menschen, so aufregend, da mach ich nicht mit!" Dann streiten sich die zwei Teile, vielleicht mischt sich noch ein dritter ein  - oder gar der Partner von außen. Die Stimmung wird gereizt und so auch Ihre Nerven. Der Autopilot ist voll im Gange und Sie haben das Gefühl, nur noch zu folgen statt zu führen.


Es gibt einen Exit aus diesem Autopilot: Mit selbst.führung und IFS, der Arbeit mit inneren Persönlichkeitsanteilen, können Sie solche inneren Prozesse steuern. Dabei erlangen Sie Klarheit, Ruhe und Souveränität. Diese Methode benutze ich selbst und gebe sie in Coachings oder als Ergänzung zur Therapie an Hochsensible weiter, damit sie selbst damit im Alltag umgehen können. Ein solche Situation wie oben geschildert, wird damit klarer verständlich und ist viel leichter zu lösen. Hochsensible haben bei dieser Arbeit den Vorteil, dass sie ihre innere Welt differenzierter wahrnehmen oder es zumindest leicht lernen können. 


Die Arbeit mit inneren Anteilen bedient sich der Theorie des Inneren Familiensystems (Internal Family System) von R. C. Schwartz, demzufolge die Psyche aller Menschen aus mehreren Teilpersönlichkeiten / Familienmitgliedern besteht. Die Kommunikation mit diesen Anteilen können Sie nach einer Einführung selbst steuern. Wie das geht?


Stellen sie sich einen Orchesterdirigenten vor. Das Orchester besteht aus vielen verschiedensten Charakteren und doch folgen alle einem Ziel und einer Führung, die das Ziel nicht aus den Augen verliert. Diese Führung übernimmt Ihr Selbst, Ihre wohlwollende, mitfühlende Mitte, die nach Integration und Entwicklung strebt. Auch die nicht so geliebten Anteile, die Schatten, erhalten auf diese Weise einen Platz in Ihrem Team und bereichern es enorm.  


Die selbst.führung, die Sie dann ganz konkret in die Lage versetzt, Alltagssituationen bewusster wahrzunehmen und Lösungen zu finden, umfasst die Anteile-Arbeit, aber auch die Achtsamkeitsmediation und systemische Aufstellungen. Alles mit dem Ziel, Ihr selbst. wieder in Führung zu bringen.


An dieser Stelle möchte ich ein Buch zur Selbsttherapie erwähnen, das zwar sehr dick und umfassend ist, aber nur, weil es die Vorgehensweise ganz konkret beschreibt: "Meine innere Welt verstehen: Selbsttherapie mit Persönlichkeitsanteilen" von Jay Earley. Besonders wenn Sie bereits eine persönliche Einführung hatten und wichtige Themen bereits mit Coach oder Therapeut bearbeitet haben, wird Ihnen dieses Buch im Alltag weiterhelfen.
 


Link auf Amazon:


Jay Earley - Meine innere Welt verstehen.




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Michaela Hauser
die selbst.entwicklungs.coaches

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28 März, 2017

Hochsensibilität und Schattenarbeit



"Sind Ihnen Stress, Lärm und grelles Licht schnell zu viel? 
Haben Sie ein intensives Gefühlsleben, eine reiche Phantasie und lebhafte Träume? 
Spüren Sie regelmäßig das Bedürfnis, allein zu sein?
Finden Sie ein gewöhnliches Arbeitsverhältnis und die Fahrt von und zur Arbeit ermüdend? 
Werden Sie leicht von der Stimmung, die jemand ausstrahlt, beeinflusst? 
Sind Sie manchmal grüblerisch und depressiv? 
Wurden Sie schon einmal schüchtern oder empfindlich genannt?"


Diese Worte sind dem Einleitungskapitel des Buches "Leben mit Hochsensibilität" von Susan Marletta-Hart entnommen. Wenn Sie sich berührt fühlen, gehören Sie vielleicht zu den 20% Hochsensiblen in unserer Gesellschaft mit erhöhter Wahrnehmungsfähigkeit aller Sinne, einem hochempfindlichen Nervensystem und ausgeprägter Intuition. Es gibt hervorragende Bücher zu diesem Thema. Neben dem oben genannten hat sich zuerst Elaine N. Aron Ende der 90er mit Hochsensibilität beschäftigt. In ihrem Buch "Sind sie Hochsensibel?" ist auch ein Selbsttest enthalten, mit dem Sie Ihren Verdacht bestätigen können. Bei ihr ist auch zu lesen, dass es auch bei fast allen Tierrassen 20% Hochsensible gibt, die aufgrund ihrer erhöhten Wahrnehmungsfähigkeit eine wichtige Warnfunktion in ihrer Lebensgemeinschaft inne haben. 

Im Menschenreich haben Hochsensible ebenfalls immer eine besondere Funktion erfüllt. Während Könige und Krieger für Expansion zuständig waren, waren die Hochsensiblen ihre Berater, Priester, Richter, Seher oder Heiler, zuständig für die Aufforderung zum Innehalten und zur Innenschau. Und so ist es noch heute, nur dass sich die Felder, in denen Hochsensible tätig sind, ausgeweitet haben: Kreative, Intellektuelle, Künstler, Wissenschaftler sind häufig Hochsensible. Sie leben und arbeiten mit einer Eigenschaft, die für sie zur Gabe oder Herausforderung wird, je nach Grad ihres Bewusstseins. 

Zur Gabe und Quelle eigener Kraft und Authentizität wird Hochsensibilität dann, wenn man die Stärken, aber auch ihre Schattenseiten kennt und wertschätzt. Einfacher gesagt als getan. Aufgrund ihrer erhöhten Sensibilität sind die Betroffenen häufig von Kindheit an mehr damit beschäftigt, die Bedürfnisse anderer zu erspüren und sich anzupassen oder sich möglichst unauffällig zu verhalten, als die eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen. So ist häufig einiges an Bewusstseinsarbeit und Neubewertung der Vergangenheit nötig, um ein Selbst.bewusstsein aufzubauen. Das Lesen o.g. Bücher ist dazu ein erster Schritt. 

Was man durch Bücher nicht erreichen kann, ist die Integration der eigenen Schattenseiten. Und gerade dieser Entwicklungsschritt ist erforderlich, um zur Ganzheit und damit Authentizität zu gelangen. So schreibt Elaine Aron in ihrem Buch "Sind sie Hochsensibel?":

"Den eigenen Schatten kennen zu lernen ist die beste und vielleicht einzige Methode sich aus der Zwangsjacke der Übersozialisierung zu befreien, die HSM (Anm: Hochsensible Menschen) oft seit ihrer Kindheit einengt."

Den Schatten kennen zu lernen und ihn letztlich zu integrieren ist tiefe Seelenarbeit. Allerdings ist dies eine Art der Arbeit, die Hochsensiblen sehr liegt. Sie haben in der Regel einen besonders guten Draht zu ihrer Innenwelt. In einer Therapie wird mit Träumen, Mustern, Symbolen gearbeitet, um an die unbewussten, verdrängten Persönlichkeits-anteile zu kommen. Dies kann man in verschiedenen Therapieformen tun.

Ich bevorzuge für meine  Arbeit mit  hochsensiblen Klienten die Tiefer.reise in eben diesem Sinne. Mir geht es dabei nicht um Ursachensuche. Ich begleite meine Klienten dabei, Muster und Schattenthemen mithilfe der Imagination, des sogenannten "Bilderns" von früheren Leben, zu erkennen. Ja, dies nennt man auch Reinkarnationstherapie. Aber es ist dabei unerheblich, ob man an Reinkarnation glaubt oder nicht. Die eigene Erfahrung von unterschiedlichen Lebenssituationen vor wechselnden Kulissen gibt uns die Möglichkeit, immer wiederkehrende Themen zu erkennen und neue Lösungsansätze auszuprobieren. 

Ziel einer solchen Tiefer.reise ist es, Schatten zu integrieren und Vertrauen zur eigenen Seelenwelt aufzubauen, um mit einem neuen Selbst.verständnis eigenverantwortlich sein Leben zu gestalten



Mehr zum Thema Tiefer.reisen finden Sie auf meiner Homepage:
www.homoeopathie-seele.de.

Mehr zum Thema Hochsensibilität finden Sie hier :
www.hsperson.com - Elaine Aron's Seite auf englisch
www.susanmarlettahart.com
www.zartbesaitet.net
www.hochsensibilitaet.ch

 
selbst.werk
Michaela Hauser
die selbst.entwicklungs.coaches


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24 März, 2017

Wut und Aggression? Mit selbst.führung den Autopilot stoppen



Mit homöopathischen Mitteln oder Lichtarbeit lässt sich Reizbarkeit, Wut oder Aggression nicht "wegheilen" - häufig kommen sie dadurch erst hoch. 

Diese starken Emotionen haben einen guten Grund - meist geht es um eine Grenzverletzung. Warum also sollten sie gehen, nur weil sie unerwünscht sind?

Es gibt aber durchaus Möglichkeiten, Ihre Emotionen so zu leben, dass Sie
  • gesünder
  • stress-resistenter und
  • durchsetzungsfähiger
leben und arbeiten können. Dabei sind folgende Schritte hilfreich:

1.  Praxis der Achtsamkeit

Üben Sie täglich ein paar Minuten Achtsamkeit. Das macht Sie aufmerksamer für Ihre Innenwelt. So werden Sie nicht überrascht von Ihren Reaktionen und vermeiden den typischen Autopilot. Zudem macht Sie Achtsamkeit empathischer und Sie kriegen mit, was Ihr Gegenüber antreibt.

2. Körperwahrnehmung

Üben Sie anhand von vergangenen Situationen wahrzunehmen, was sich in Ihrem Körper abgespielt hat. Wo entstand die Wut? Wie fühlte sie sich an? Gab es vorher schon körperliche Reaktionen, die die Wut angekündigt haben?
So spüren Sie im Ernstfall früher, wenn die Emotionen hochkochen und können diesen Augenblick des Bewusstwerdens für sich nutzen.

3.  Distanz schaffen zu den Gefühlen

Benennen Sie Ihr Gefühl in Gedanken (oder auch laut) "Ich bin jetzt wütend." Das schafft etwas Distanz zu Ihren Gefühlen. Sie werden zum Beobachter und sind Ihren Gefühlen nicht mehr so ausgeliefert. 

4. Autopilot stoppen und durchatmen

Atmen Sie durch, bevor Sie reagieren, sonst folgen Sie Ihren alten Mustern und lassen den Autopilot übernehmen. Nutzen Sie den kurzen Moment zwischen der ersten Wahrnehmung der Wut und Ihrer Reaktion als Raum der Entscheidung. Wenn nötig, schaffen Sie sich mehr Raum, indem Sie um eine Auszeit bitten und eine Runde an die frische Luft gehen. 

5.  Selbst.Führung

Besser noch: Lernen Sie, mit Ihren Persönlichkeitsanteilen zu arbeiten (IFS- systemische Arbeit mit der Inneren Familie). Ein Teil ist gerade wütend. Es gibt auch noch andere Beteiligte, die z.B. Verständnis haben für ihr Gegenüber oder einen Rechthaber oder ein verletztes kleines Kind. Die alle sind an Ihrer Reaktion beteiligt. Wenn Sie sich in Ihren inneren Welten auskennen, können Sie mit diesen Anteilen vorher schon oder auch mitten in der Situation verhandeln und die Lage von Ihrem SELBST aus steuern. Sie werden merken, dass Ihr SELBST viel effektivere Lösungsansätze hat. Das nennt man selbst.führung


6. Aus dem Selbst heraus Grenzen setzen

Ihr SELBST ist ihre Mitte, die beste Version von Ihnen: ruhig, mitfühlend, bewusst und mutig. Es beschützt Ihre Grenzen auf liebevolle Weise mit dem Verständnis für die Bedürfnisse Ihrer Persönlichkeitsanteile und für Ihr Gegenüber. Manchmal hat das SELBST aber auch einen heiligen Zorn, der durchaus berechtigt ist. Wenn Sie diesen aber aus dem SELBST kommunizieren, nutzen Sie die gewaltfreie Kommunikation. Diese Haltung ist für Sie und Ihren Blutdruck gesünder, und Ihr Gegenüber wird Sie ernst nehmen.


Warum sollte ich meine Wut einbremsen, wenn mir jemand Unrecht tut oder mich bedroht oder verärgert?

Der Zustand der Aufregung, Wut, Angriffshaltung ist die Rote Zone. Sie wird in echter Gefahr aktiviert. Das macht Sinn, wenn Sie Ihre Liebsten aus einem brennenden Haus retten oder sich in einer Notsituation wehren müssen. Wenn Sie aber im Alltag in die Rote Zone geraten, weil z.B. ihre Grenzen verletzt werden, dann werden Sie die Erfahrung selbst gemacht haben, dass Sie in Ihrer Wut nicht besonders klar denken können, andere und sich selbst verletzen und zudem Ihr Bedürfnis, Ihre Grenzen zu schützen gar nicht beim anderen ankommt. Das fühlt sich danach nicht gut an, stimmt's?

Es geht hier nicht darum, etwas herunter zu schlucken oder "gute Miene zum bösen Spiel" zu machen. Sie schützen Ihre Grenzen nur effektiver, wenn Sie aus Ihrem SELBST heraus offen und beherzt sind. Und manchmal erweitern oder lösen sich Grenzen dabei ja sogar auf...

Wenn Sie häufig in die Rote Zone geraten oder automatisch reagieren, lohnt es sich über diese Regeln hinaus und tiefer zu schauen. In Coachings oder Tiefer.Reisen können Sie die wahren Hintergründe Ihrer hochkochenden Emotionen beleuchten. 


Erst wenn Sie sich selbst zuhören, werden es auch die anderen tun. Behandeln Sie sich selbst also so gut, wie Sie auch von anderen behandelt werden möchten.


selbst.werk
Michaela Hauser
die selbst.entwicklungs.coaches


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30 November, 2016

Die Führungskraft als Coach

 

Welche typischen Fehler verhindern den Erfolg? 


Als moderne Führungskraft ist das Arbeitsleben anspruchsvoll geworden. Während in früheren Zeiten klare Ansagen und Entscheidungsfreudigkeit als Zeichen guter Führung ausreichten, gehört heute wesentlich mehr dazu, die Rolle erfolgreich auszufüllen. Neben dem Anspruch, das Geschäft am Laufen zu halten und idealerweise auch noch auszubauen, haben die Themen "Selbstführung" und "Mitarbeiterführung" Platz genommen

Ein wichtiger Baustein ist dabei der Ansatz, dass Führungskräfte als Coach ihrer Mitarbeiter fungieren sollen. Das eröffnet die Möglichkeit, das Potenzial jedes Einzelnen zu erkennen, individuelle Ziele zu vereinbaren und Unterstützung bei der beruflichen und persönlichen Entwicklung zu bieten. 

Doch was zeichnet einen guten Coach als Führungskraft aus? Das Magazin Harvard Business Review hat in einem Artikel die Erfolgsfaktoren untersucht und ist zu zwei entscheidenden Kriterien gekommen, die ich im Folgenden gerne wiedergebe und kommentiere. 

Originalartikel HBR (auf Englisch): 
https://hbr.org/2016/06/people-who-think-theyre-great-coaches-often-arent



Typische Fehlerquelle Nr. 1:  Selbstüberschätzung


Führungskräfte (FK) als Coaches, die sich selbst als gut oder überdurchschnittlich einschätzen, sind es in der Regel nicht. Selbstüberschätzung geht einher mit der Schwierigkeit, eigene Schwächen anzuerkennen und gleichzeitig die Stärken anderer wertzuschätzen. 

Genau das wäre allerdings eine der Hauptfähigkeiten eines guten FK-Coaches: Die Aufmerksamkeit auf den Mitarbeiter zu legen und seine Potenziale zu fördern -- idealerweise unabhängig von eigenen Profilierungswünschen oder Persönlichkeitsmerkmalen. Schätzen sich die FK-Coaches hingegen als eher unterdurchschnittlich ein, erreichen Sie eine signifikant höhere Anerkennung durch ihre Mitarbeiter. 



Typische Fehlerquelle Nr. 2:  Haltung


Oft verfügen FK-Coaches zwar über eine methodische Grundausstattung -- woran es aber fehlt ist eine entsprechende innere Haltung, mit der sie ihre Rolle ausüben. Das Bewusstsein, sich selbst zurückzunehmen und 'im Dienst' des Mitarbeiters zu stehen, mit voller Aufmerksamkeit und Achtsamkeit, ist bisher nur bedingt zu finden. 

Basierend auf der Umfrage von HBR gibt es sieben Grundregeln für gute Coaches, die durch die o. g. Selbstüberschätzung oft nur bedingt zur Anwendung kommen bzw. ausgeübt werden. All diese Regeln kann ich aus meiner eigenen Tätigkeit als Führungskräftecoach eindrücklich bestätigen und ihre fördernde Wirkung durchweg bestätigen:
  1. Aktives Zuhören
    Ablenkungen, Störungen und Unaufmerksamkeit sind die größten Gegner eines wertschätzenden Gesprächs: Erst ein angemessenes Umfeld, das Interesse am Gegenüber, ein angemessener Zeitrahmen und Achtsamkeit unterstützen die Coaching-Gespräche und verleihen ihnen notwendige Tiefe und Bedeutung. 

  2. Die Führungskraft als Vorbild
    Leere Worte ohne eigene Taten oder gar krasse Widersprüche sind Gift für eine vertrauensvolle Atmosphäre im Coaching-Prozess: Die Kraft der Vorbildfunktion liegt darin, dass der FK-Coach Glaubwürdigkeit ausstrahlt und sich mit seinen eigenen Stärken und Schwächen persönlich in die Interaktion mit einbringt.
     
  3. Zusammenarbeit
    Konkurrenzdenken ist bei einer Beziehung zwischen FK-Coach und Mitarbeiter fehl am Platz, denn es führt zu Distanz, Rückzug oder Konfrontation: Eine Begegnung auf Augenhöhe mit dem Wunsch nach Zusammenarbeit hingegen bringt Offenheit, fördert Beteiligung und erlaubt Raum für Fehler.


  4. Interesse an Entwicklung
    Ein Manager sieht den Mitarbeiter als Ressource zur geschäftlichen Zielerreichung; für einen FK-Coach hingegen sollte die individuelle Entwicklung des Mitarbeiters im Fokus stehen: Es bedarf eines wirklichen und aufrichtigen Commitments, neue Fähigkeiten zu fördern und den Mitarbeiter auf zukünftige Rollen vorzubereiten.
     
  5. Feedback
    Das schlimmste Feedback ist kein Feedback bzw. reines Kritikverhalten, denn es demonstriert Desinteresse an der Entwicklung des Mitarbeiters: Gutes Feedback entspringt der wohlwollenden Haltung, dem Mitarbeiter Verhaltensmuster widerzuspiegeln und Impulse zur Veränderung zu geben, die zu seiner Persönlichkeit passen -- und nicht zu der Persönlichkeit des FK-Coaches.

     
  6. Integrität
    Gute FK-Coaches haben Prinzipien und Regeln, die sie offenlegen und an die sie sich halten -- auch und gerade in schwierigen Zeiten, und unabhängig von den persönlichen Konsequenzen, die sie dadurch tragen.
     
  7. Diversität
    Schlechte FK-Coaches sind Bewahrer des Status Quo; gute FK-Coaches unterstützen neue Ideen, nehmen Impulse auf und fördern Unterschiedlichkeit in all ihren Formen und Facetten. Das gilt gerade für den Bereich Interkulturalität im Zeichen der Globalisierung -- denn trotz aller gegensätzlichen Beteuerungen ist das immer noch ein Bereich, in dem viele FK-Coaches selbst Nachholbedarf haben!

Die Grundvoraussetzung für jede gute Führungskraft (im Unterschied zu einem guten Manager) ist ein authentisches, aufrichtiges Interesse an Menschen. Das gilt besonders für FK, die als Coaches für Ihre Mitarbeiter agieren sollen oder wollen. 

Wer diese Basis für sich nicht finden kann, der sollte sich überlegen, ob die Rolle eines FK-Coaches die richtige ist -- oder ob es individuell passendere Wege geben kann, mit Mitarbeitern umzugehen. 

Wenn FK-Coaches jedoch mit der interessierten Haltung gegenüber Menschen ihre Rolle ausfüllen und sich das notwendige methodische 'Handwerkszeug' aneignen, steht einer für beide Seiten förderlichen Zusammenarbeit nichts im Wege.

Und für Unterstützung auf dem Weg zur sehr guten Führungskraft als Coach stehe ich natürlich gerne und mit aufrichtigem Interesse zur Verfügung! :-) 


Andreas Hauser


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23 November, 2016

Achtsamkeitsmeditation für die Sinne - Gewürzmandala

Der Winter leitet unseren Rückzug nach innen ein - in unsere Häuser, aber auch in unsere Seelenwelten. In dieser Zeit beschäftige ich mich besonders gerne mit Gewürzen, die im Essen wärmend wirken und deren Duft zur Seele vordringt. Noch schöner ist es, mit den Gewürzen kreativ zu arbeiten. Achtsam die Form, Farbe und den spezifischen Duft jedes einzelnen Korns, jeder Schote wahrzunehmen und sie zu einem visuellen Gesamtwerk zusammen wirken zu lassen. Das erfreut mich im Innersten.

Gewürz-Mandala     Michaela Hauser
  

Das Mandala ist Symbol der Vollkommenheit. 


Ein Mandala selbst zu erschaffen oder damit zu meditieren, ist ein zentrierender und heilender Vorgang. Mandalas bringen uns in Beziehung zur Mitte, dort wo die Kraft liegt. Dabei müssen wir nicht nach Tibet schauen. Mandalas gibt es überall  - in der Natur als Eiskristalle oder Blüten oder von Menschenhand geschaffen als Kirchenfenster. Wer sich auf deren Wirkung einläßt, kann vieles darin erkennen: 
Das Lebensmuster
Den Gestaltungsspielraum innerhalb vorgegebener Strukturen
Ruhe und Konzentration
Ausrichtung nach der Mitte als Quelle der Kraft

Probiert es einfach aus und erkennt noch vieles mehr in Euren Mandalas. Man kann Mandalas natürlich auch aus allen Naturmateralien schaffen oder malen. Viel Spaß!

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Michaela Hauser
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19 März, 2016

Kinofilm: "Alles steht Kopf"


Quelle: Disney

 

Emotionen anschaulich dargestellt -
sowohl für Kinder als auch für Erwachsene! 


Lange schon haben wir nach einem Film gesucht, der auf einfache Art und Weise den Einfluss von Emotionen auf das tägliche Menschsein darstellt. Gefunden haben wir ihn vor kurzem dort, wo wir ihn am wenigsten vermutet haben: bei einem Animationsfilm von Disney! :-)

In "Alles im Kopf" geht es um ein 11-jähriges US-amerikanisches Mädchen, Riley, die mit ihrer Familie nach San Francisco umzieht. Dadurch stellt sich ihr bisheriges Leben auf den Kopf -- und die Gefühle in ihrem Kontrollzentrum haben plötzlich alle Hände voll zu tun, mit der neuen Situation umzugehen. 


Wut, Ekel, Freude, Angst und Kummer am Schaltpult

Die Optimistin Freude gibt die Anführerin der 5 Emotionen im Kopf und sorgt dafür, dass Riley glücklich ist. Angst ist für die Sicherheit zuständig, Wut kümmert sich um Gerechtigkeit und Ekel hindert das Mädchen daran, physisch und sozial vergiftet zu werden. Zuletzt gibt es da noch Kummer, die oft ein wenig fehl am Platze ist und auch von den anderen Emotionen nach hinten gedrängt wird. 

In der alten Umgebung lief alles gut - doch die veränderte Situation stellt die Emotionen vor neue Herausforderungen: Wie sollen sie Riley durch den Alltag leiten? 

Hier ist der Trailer des Films (auf Deutsch): 
 




Die fünf Emotionen versuchen in dieser Situation, ihre eigenen Interessen durchzusetzen - zuerst mit, dann unter zunehmendem Stress auch gegen die anderen Gefühle. Durch ihren Eigensinn und eine fehlende Zusammenarbeit bringen sie das bislang bestehende System an den Rand des Zusammenbruchs. 

Erst als sie erkennen, dass sie nur gemeinsam einen Weg finden können, um Riley beim Zurechtfinden in der neuen Umgebung zu unterstützen, wendet sich das Blatt zum Guten. In der Wertschätzung aller Emotionen - auch des vorher ausgegrenzten Kummers - finden sie schließlich die Kraft, das Chaos in letzter Minute noch abzuwenden... 



... und die Moral von der Geschicht:


Aus therapeutischer Sicht wird in dem Film besonders deutlich, dass sich ohne eine regelnde Instanz die Zusammenarbeit der Emotionen als sehr schwierig erweist. Die Anteile benötigen Führung: Wenn das selbst. am Steuerpult steht, kommt es nicht zu solch dramatischen Szenen. 

Für den Film war das natürlich gerade der spannende Aspekt - aber im wahren Leben können wir auf solche Dramatik auch gerne verzichten. Wenn das nicht Motivation genug für aktive Anteilearbeit ist!  :-) 


... und wer den Film nicht mehr im Kino erwischt, es gibt ihn auch schon über Streaming und DVD: 

Alles steht Kopf bei amazon


Viel Spaß dabei!  



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